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Der richtige Filterkies für den Brunnen

Der Filterkies wird im Brunnen aus unterschiedlichen Gründen benötigt. So schützt der Kies das Filterrohr und hält es etwa in der Mitte des Brunnenschachtes. Doch die Hauptaufgabe des Filterkieses im Brunnen ist es, den Zugang zum Filterkorb offenzuhalten. Damit dies funktioniert, unterliegt der Filterkies strengen Richtlinien.

 

Was ist Filterkies eigentlich?

Der Begriff Filterkies steht für gut gerundete, überwiegend aus Quarzkörnern bestehende Sand– und Kiesfraktionen, die zum Schutz vor Sandeintrag im Brunnenschacht zwischen Bohrloch und Filter geschüttet oder eingepumpt werden. Dabei unterliegt der Kies strengen Vorgaben (DIN EN 12904). Demnach sind nur ungebrochene natürliche Quarzsande und -kiese, jedoch keine gequetschten oder gebrochenen Mineralstoffe zulässig. Des Weiteren gilt:

  • Gleiche Korngrößenverteilung innerhalb der einzelnen Korngruppen.
  • Mindestens 96 Prozent SiO2-Anteil,
  • Maximal 1 Prozent dürfen abschlämmbare Bestandteile sein.
  • Es dürfen keine organischen Stoffe enthalten sein.
  • Der Filterkies darf im Brunnen keinen Geschmack und Geruch sowie Farbe oder andere gesundheitsschädliche Stoffe in bedenklichen Mengen abgeben.
  • Bei einer Korngröße bis 5,6 Millimeter sollten die einzelnen Körner mindestens kantengerundet sein.
  • Der maximale Anteil an Unterkorn darf 12 Prozent, der von Überkorn 15 Prozent nicht überschreiten.

 

Filterkies für den Brunnen

Wie wird Filterkies in den Brunnen eingebracht?

Filterkies wird in den Brunnen durch Schütten eingebracht. Dabei muss die richtige Schüttgeschwindigkeit, abhängig von der Korngröße und der Größe des Ringraumes, beachtet werden. Denn einerseits soll der Vorgang zügig vonstattengehen, andererseits müssen Hohlräume, die später einbrechen können, vermieden werden. Damit der Filterkies seine volle Wirkung entfalten kann, muss die richtige Korngröße beachtet werden. Bei einer Schlitzweite von 0,5 mm des Brunnenfilters, wird eine Korngröße von 1 bis 2 mm empfohlen. Als Faustregel kannst Du Dir merken: Die Korngröße soll immer doppelt so groß wie die Schlitzgröße des Filters sein.

 

Die Kiesschüttung

Am unteren Ende der Rohrleitung sitzt ein Filterkorb, der das Grundwasser aufnimmt. Um diesen muss der Filterkies in den Brunnen geschüttet werden. Dadurch wird verhindert, dass feine Schwebstoffe und Sand aus dem Brunnenschacht in die Rohrleitung und die Brunnenpumpe gelangen. Die einfachste Lösung dafür ist das Einschütten des Filterkieses zwischen Filterrohr und Bohrlochwand. Je feiner der benötigte Filterkies jedoch ist, desto eher besteht die Gefahr, dass der Filterkorb verstopft. Daher ist in diesen Fällen eine zweifache Kiesschüttung erforderlich. Hierfür gibt es zwei Verfahren. Bei dem einen wird der Filterkies über ein Stützrohr in den Brunnen gefüllt. Dieses wird nach der Fertigstellung wieder aus dem Brunnenschacht entfernt. Bei der anderen Methode werden mit dem Filterrohr Filterkörbe eingebaut, deren Inneres mit Filterkies gefüllt ist. Drumherum erfolgt dann die Schüttung des restlichen Filterkieses für den Brunnen.

 

Wie hoch wird der Filterkies in den Brunnen gefüllt?

Es wird nur der Bereich der Filterrohre im Brunnen mit Filterkies aufgefüllt, in dem das Grundwasser in den Brunnen einströmt. Die restlichen Bereiche hingegen werden zum Schutz des Grundwassers abgedichtet. In der Regel erfolgt dies mit Ton oder einem Ton-Zement-Gemisch. Damit die Abdichtung nicht in den Filterkies eindringen kann, wird zusätzlich über dem Filterkies eine Schicht feineres Filtermaterial in den Brunnen geschüttet. Hier spricht man von „Gegenfilter“.

 

Wie viel Filterkies wird für einen Brunnen benötigt?

Im Handel ist Filterkies für den Brunnen in Big-Packs oder Säcken erhältlich. Dennoch wird ein einziger Sack Filterkies für den Brunnen nicht ausreichen. Nimmt man einen Brunnendurchmesser von DN 400 oder DN 700 an, dann werden je laufendem Meter Brunnenverfüllung rund 0,25 Kubikmeter Kies benötigt.

 

Gibt es Alternativen für den herkömmlichen Filterkies im Brunnen?

Mittlerweile gibt es im Handel auch andere Materialien, die als Filterkies in den Brunnen gefüllt werden können. Grund für diese Entwicklung war der nicht unerhebliche Silikatstaub, der zusammen mit dem Filterkies in den Brunnen gelangte und zu einer schnellen Zusetzung der Filterschlitze führte.

Als Alternative bietet sich daher der Einsatz von Glaskugeln an. Diese haben folgende Vorteile:

  • Exakte Korngröße und ideale Kugelform
  • Schlitzweite der Filterrohre kann genau beachtet werden, da eine Einkornschüttung möglich ist
  • Kein Staubeintrag
  • Keine Brückenbildung wegen der gleichen Form und Größe möglich
  • Höhere Materialfestigkeit im Vergleich zum herkömmlichen Filterkies
  • Keine Freisetzung von giftigen Inhaltsstoffen in das Grundwasser

Jedoch ist diese Alternative nicht gerade günstig. Dabei sind kleinere Glaskugeln bis 4,5 Millimeter etwas günstiger als große bis 16 Millimeter Durchmesser. Die Kubikmeterpreise liegen zwischen 900 und 1.300 Euro/Kubikmeter. Die Preise für herkömmlichen Filterkies im Brunnen bewegen
sich zwischen 150 und 200 Euro/Kubikmeter.

 

Wie viel Glaskugeln werden als Filterkies im Brunnen benötigt?

Bei einem Flachbrunnen von 20 Meter Tiefe, mit einem Bohrdurchmesser von 800 Millimeter werden rund 7,5 Kubikmeter benötigt.

 

Filterkies, auch für Brunnen

Dieser Filterkies ist durch seine Normerfüllung der DIN 4924 auch für Brunnen geeignet. Geliefert wird der Kies in 25 Kilogrammpaketen. Die Korngröße liegt dabei zwischen 5,6 bis 8,0 mm. Der Kies wird laut Hersteller mehrfach gewaschen und gereinigt, um den Feinsedimentgehalt zu reduzieren.

 

Quarzkies für den Brunnenbau

Der in Deutschland hergestellte beige Quarzsand ist optimal als Filtermedium in Teichen und Brunnen geeignet. Das Produkt entspricht der DIN 4924 für den Brunnenbau. Der Filterkies wird zunächst entstaubt, und anschließend feuergetrocknet, ehe er erneut gewaschen wird. Damit gewährleistet der Hersteller ein sauberes Produkt, mit einem geringen Sedimenteintrag. Geliefert wird im 25 Kilogrammgebinde. Selbst die Aquarienfreunde unter den Käufern sind von der hohen Filtereigenschaft des Kieses begeistert.

 

Hochwertiger Filterkies aus Glas

Die Lieferung erfolgt in Säcken mit 21 Kilogramm Inhalt. Laut Hersteller werden zur Wasserfilterung des Brunnens rund 15 % weniger benötigt als mit einem herkömmlichen Filterkies. Zudem verspricht er eine Haltbarkeit von 5 Jahren. Die Körnung der enthaltenen Partikel liegt zwischen 0,4 bis 0,8 mm.

 

Grober Filterkies aus recyceltem Glas

Laut Hersteller benötigst Du von diesem Filtermedium 20 % weniger, als das bei herkömmlichem Quarzsand der Fall ist. Auch die angegebene Haltbarkeit des Herstellers von 3 bis 4 Jahren ist beachtlich. Im Lieferumfang enthalten ist ein 25 Kilogramm schwerer Sack mit einer Körnung von 1 bis 3 mm.

 

Filterkies für Brunnen und Pool

Der mehrfach gewaschene und feuergetrocknete Filterkies wird vom Hersteller gründlich gesiebt und entstaubt. Bei der Herstellung wird darauf geachtet, dass das Produkt frei von Huminstoffen, löslichen Salzen und Verunreinigungen ist. Das Schüttgewicht wird mit 1,4 bis 1,6 g /cm3 angegeben. Geliefert wird der Filterkies in einem 25 Kilogramm Karton.

 

Mit Filterkies bleibt das Brunnenwasser sauber

Gerade in sandigen Regionen oder in Gebieten mit einem niedrigen Grundwasserspiegel leiden die Brunnenbesitzer oft unter sandigem oder verschmutztem Brunnenwasser. Aber auch die Brunnenpumpe und die Wasserleitungen und -hähne haben ihre liebe Not damit. Abhilfe schaffst Du mit dem Einschütten von Filterkies in den Brunnen. Achte jedoch darauf, dass die Kieskörner nicht kleiner sind als die Schlitze des Brunnenfilters. Denn anstelle einer Filterung des Brunnenwassers kommt es so nur zu einer Verstopfung des Brunnenrohrs. Kaufe außerdem für Deinen Brunnen nur Filterkies, der der DIN 4924 für Brunnenbau entspricht. So kannst Du davon ausgehen, dass keine schädlichen Stoffe in Dein Brunnenwasser gelangen. Eine Alternative zu herkömmlichem Quarzsand wäre Filterglas.